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Ab Januar startet dasNEUE CURRICULUM IMPLANTOLOGIE der DGZI neu konzipiert mit E-Learning Modulen

Interview mit dem DGZI Vizepräsidenten Dr. Roland Hille Mit dem „Curriculum Implantologie" und dem „Curriculum Implantatprothetik" hat die Deutsche Gesellschaft für Zahnärztliche Implantologie (DGZI) Maßstäbe gesetzt. Es folgte die erste und in Deutschland bisher einzige Qualitätsprüfung für Implantologen, „Active Membership" heute „Spezialist Implantologie – DGZI". Entsprechendes bietet die DGZI mit der Prüfung zum „Spezialist für zahntechnische Implantatprothetik" an. Und wieder setzt die DGZI einen markanten Akzent in der Fortbildungslandschaft der implantologisch tätigen Zahnärzte: In Kooperation mit dem international renommierten „International Medical College", IMC (Wissenschaftlicher Direktor: Univ. Prof. Dr. Dr. Dr. h. c. mult. Ulrich Joos) baut die DGZI ihr Curriculum um und integriert ab sofort E-Learning-Module, die es Zahnärztinnen und Zahnärzten in Deutschland erlauben, bis zu 50 Prozent des Curriculum online zu absolvieren.

  

Welchen Mehrwert für die Teilnehmer des DGZI-Curriculum versprechen Sie sich von der Kooperation mit dem IMC? Wie ist es Ihnen gelungen, das IMC für das curriculare E-Learning-Projekt zu gewinnen?

Dr. Roland Hille:
Wir sind sehr froh, dass die DGZI mit dem International Medical College (IMC) den erfahrensten Partner im Bereich E-Learning für nationale und internationale postgraduierte Ausbidungsprogramme, speziell für den Bereich Masterausbildungen (MSc) in Deutschland, als Kooperationspartner gewinnen konnte. IMC hat im Bereich des E-Learnings Maßstäbe gesetzt und verfügt sowohl inhaltlich als universitäres Fortbildungs-und Wissensportal als auch logistisch mit 10 jähriger Erfahrung über ein enormes Know How. Die DGZI kann dadurch mit ihrem neu gestalteten E-Learning Curriculum einen sowohl wissenschaftlich als auch technisch hohen Anspruch der Kollegen umfangreich nachkommen.
Die DGZI ist der Überzeugung, dass die Synergien für die Kollegenschaft im Bereich der implantologischen postgraduierten Ausbildung von großem Vorteil sind.
Das Curriculum Implantologie der DGZI umfasst nun 6 Pflichtmodule und 2 Wahlmodule. 3 Pflichtmodule sind zukünftig E-Learning Module und 3 Pflichtmodule sind Präsenzveranstaltungen mit Workshop Charakter, in denen das per E-Learning aufgenommene Wissen durch praktische Übungen perfektioniert wird.
Unter diesem Gesichtspunkt kann im Bereich der Präsenzausbildung die praktische und praxisorientierte Komponente viel stärker berücksichtigt werden. Die Wahlmodule richten sich nach den Schwerpunktinteressen der Kollegen und gehen von praktischen Intensivübungen bis zur Alterszahnheilkunde unter implantologisch prothetischen Gesichtspunkten.

Warum ist es Ihnen wichtig, neben Präsenzveranstaltungen so genannte „E-Learning-Module" anzubieten und damit Akzente in der implantologischen Fortbildungswelt zu setzen?

Dr. Roland Hille:
Eine zeitgemäße und den Wünschen und Ansprüchen der Kollegenschaft nachkommende implantologische Fortbildung auf hohem Niveau war und ist für die DGZI immer ein Hauptanliegen. Die DGZI hat seit 1998, also seit nunmehr 15 Jahren die curriculäre implantologische Fortbildung in Deutschland mitgeprägt und gestaltet. Das Curriculum wird seitens der Konsensuskonfernz Implantologie vollumfänglich anerkannt, führt zum Tätigkeitsschwerpunkt Implantologie und ist auch ein wichtiger Baustein des Studienganges „Master of Science in Implantology and Dental Surgery", dass wir gemeinsam mit dem IMC anbieten. E-Learning ermöglicht den Kollegen ein selbstbestimmtes und individuelles Lernen unabhängig von Ort und Zeit. Hiermit treffen wir entsprechend unserer Analyse ein Kernbedürfnis der Kollegen, da die Technikaffinität zunimmt und der Zeit- aber auch Freizeitfaktor in unserer Gesellschaft eine immer größere Rolle spielt.
Lernen, wenn man Lust und Zeit hat, sichert nachweislich einen besseren Lernerfolg und dies möchten wir im Sinne der Kollegen nutzen. Dies gilt übrigens auch für die Lernzielkontrollen. Auch hier bieten wir größtmögliche Individualität.
Per E-Mail wird um die Freigabe der Klausur gebeten, also dann, wenn man sich „fit" dafür fühlt. Mehr Flexibilität geht kaum, wie Sie sehen.

Sie kündigten anlässlich der Pressekonferenz „echte E-Learning-Inhalte" an. Was machen diese aus? Welche Darstellungsformen werden für welche Inhalte gewählt? Gibt es interaktive Bereiche?

Dr. Roland Hille:
Bereits 2003 wurde die komplexe E-Learning-Plattform e-med auf der Basis eines Contentmanagementsystems entwickelt, wobei eine strukturierte Darstellung der Inhalte in didaktisch aufbereiteter Form im Internet sowie die Kommunikationsmöglichkeit über eine geeignete Plattform die höchste Priorität darstellen. Dazu ist zur Veranschaulichung der theoretischen Inhalte umfangreiches Bildmaterial integriert. Eine übersichtliche Darstellung wird durch eine eigens für diese Anwendung konzipierte Weboberfläche sichergestellt. Spezielle Funktionen bieten den Teilnehmern ein komfortables Arbeiten von zuhause. Darüber hinaus bieten Online-Klausuren die Möglichkeit zur eigenen Wissensüberprüfung. Ein für die Teilnehmer geschlossenes Forum ermöglicht einen fachlichen Austausch mit Unterstützung der Tutoren und Lehrkörper. Die Plattform wurde und wird permanent um aktuelle neue Webtechnologien erweitert. Zu nennen sind die Integration eines virtuellen Seminarraums, Live-Videos etc. Die Inhalte werden ständig fachlich aktualisiert, so dass die Studiengangteilnehmer immer über neueste Entwicklungen und Techniken informiert sind. Das System wurde und wird ständig um neue Funktionalitäten erweitert. Eine komplexe Benutzerverwaltung, datenbankgestützte Leistungsverwaltung, Evaluationsauswertung, Chat, Terminverwaltung, Lernstandermittlung, Gruppen- und Teamarbeit über das Internet und moderiertes Arbeiten stellen nur einige der integrierten Funktionen dar. Zur Umsetzung wird eine Software für Webkonferenzen eingesetzt. Diese Software verfügt über Funktionalitäten, die Präsenzveranstaltungen wie Vorlesungen, Seminare mit aktiven Beteiligungen (Webinare) online ermöglichen.
Wie wird der Lernerfolg der E-Learning-Module kontrolliert? Welche technischen Voraussetzungen müssen für eine erfolgreiche Teilnahme erfüllt werden?

Dr. Roland Hille:
Für den Zugang zum Lehrsystem benötigen die Teilnehmer einen Internetzugang. Aufgrund des umfangreichen multimedialen Materials wird ein DSL-Anschluss empfohlen. Jeder Teilnehmer erhält ein Login, über welches ihm der Zutritt zu den Lehrinhalten gewährt wird. Die E-Learning Module sind unterteilt in Lektionen, die in zeitlichen Abständen im Internet freigeschaltet werden. Zur Selbstkontrolle werden den Studierenden Online-Tests in Form von Multiple-Choice-Fragen zur Verfügung gestellt. Die 3 Module schließen mit einer Online-Klausur ab. Bei Nichtbestehen der Klausur besteht die Möglichkeit zur Wiederholungsklausur.
Die DGZI bietet das E-Learning-Curriculum erstmalig mit einem „DVT-Schein" an – was heißt das konkret und wie ist das innerhalb des Curriculums integriert?

Dr. Roland Hille:
Auch hier betritt die DGZI als Innovationskraft wiederum Neuland. Falls die Kollegen an der Erlangung des DVT Scheines interessiert sind, können sie die beiden Wahlmodule als „DVT Module" nutzen und somit den Auflagen des Gesetzgebers vollumfänglich nachkommen. Der DVT Schein ist somit integraler Bestandteil des DGZI Curriculum.
Werden die Pflichtmodule I-III ausschließlich als E-Learning angeboten oder wird der Teilnehmer zukünftig auch die Wahl zwischen dieser 50-Prozentregelung und 100 Prozent Präsenzfortbildung haben?

Dr. Roland Hille:
Zukünftig werden wir, da wir von unserem Konzept überzeugt sind, die Pflichtmodule I – III nur auf der Basis von E-Learning anbieten. Bei der Analyse der Curriculumteilnehmer ist auffallend, dass die Anzahl der jungen Kolleginnen und Kollegen kontinuierlich ansteigt. Gerade diese sind unserem modernen und zeitflexiblem Fortbildungskonzept sehr zugetan.
Innerhalb des IMC-Masterprogramms „Implantology and Dental Surgery" wird das Curriculum Implantologie anerkannt. Was bedeutet das auf den Punkt gebracht?

Dr. Roland Hille:
Konkret bedeutet dies sowohl eine Reduktion des Workloads und der Präsenzphasen wie auch eine Kostenreduktion. So werden die Basismodule des Masterstudiengangs wie auch einige Teilbereiche der implantologischen Grundlagen anerkannt. Die Kostenreduktion beträgt 15 % der Gebühr des Masterstudiengangs (bei 22.000€ entspricht dies einem Nachlass von 3300 €)

Recherchen zufolge bietet die DGI bereits seit 2012 gemeinsam mit Springer Medizin ein ergänzendes E-Learning zu ihren curricularen Präsenzveranstaltungen an). Inwiefern grenzt sich neue Angebot der DGZI davon ab?

Dr. Roland Hille:
Meinen Informationen nach gibt es augenblicklich keinen Anbieter, der E-Learning in curriculare implantologische Strukturen umgesetzt hat. Es waren zwar diesbezüglich Ankündigungen erfolgt, eine Durchführung oder Integration in bestehende Strukturen hat jedoch seitens weiterer Fachgesellschaften nicht stattgefunden.
Wann konkret geht das allererster E-Learning-Modul des DGZI-Curriculums online?
Dr. Roland Hille:
Die DGZI ist stolz als erste implantologische Fachgesellschaft in Deutschland den Kollegen das E-Learning Curriculum ab 01.01.2014 anbieten zu können.