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Zahnimplantate - die bessere Alternative


Nicht nur die Werbung hat erkannt: Ein strahlendes, unbeschwertes Lächeln sagt oft mehr als tausend Worte. Wir fühlen uns einfach wohl mit schönen Zähnen, vermitteln Lebensfreude und Selbstsicherheit. Mit einem kräftigen Gebiss können wir aber auch uneingeschränkt genießen und „kraftvoll zubeißen“.

Weniger bekannt ist eine wichtige medizinische Funktion des gesunden Gebisses: Durch die natürlichen Kaukräfte wird der Kieferknochen gleichmäßig belastet und bleibt dadurch erhalten. Geht diese Belastung durch Zahnverlust verloren, kommt es unweigerlich zum Knochenschwund. Implantate erhalten – wie die eigenen gesunden Zähne – die funktionelle Kaubelastung des Kieferknochens.

Wer Zähne verliert – ob durch Karies, Parodontose oder Unfall –, wünscht sich einen Ersatz, der das natürliche Aussehen und die Funktion des Gebisses so gut wie möglich wieder herstellt. Eine Prothese kann diese Ansprüche nur bedingt erfüllen: Es fehlt am „festen Biss“ – und Knochenverlust ist die Folge. Bei einer Brücke müssten gegebenenfalls gesunde Nachbarzähne beschliffen werden, was nicht ohne Risiko ist.

Die moderne und seit Jahrzehnten in der täglichen Praxis tausendfach bewährte Alternative sind Zahnimplantate. Das Implantat wird im Kiefer fest verankert und übernimmt die Aufgaben der Zahnwurzel. Im Idealfall kann jeder verlorene Zahn durch ein Implantat mit darauf befestigter Krone ersetzt werden – an genau der gleichen Stelle und ohne Einschränkungen des Aussehens oder der Kaufunktion. Implantate können aber auch dazu dienen, Brücken und Prothesen im Kiefer fest zu verankern.

In der Praxis hat sich Titan als Basismaterial für die Implantate durchgesetzt, weil dieses Metall biologisch äußerst gut verträglich ist. Implantate sind häufig wurzelförmig und haben meist eine raue Oberfläche, um die Einheilung und feste Verbindung mit dem Kieferknochen zu verbessern.

40 Jahre wissenschaftliche Forschung und praktische Erfahrung haben bewiesen, dass Implantate eine optimale und dauerhafte Lösung bei Zahnverlust sind. Natürlich kann es auch bei dieser Behandlung – wie bei jedem chirurgischen Eingriff – zu Komplikationen kommen. Und selbstverständlich müssen die individuellen Voraussetzungen und Möglichkeiten einer Behandlung durch einen implantologisch erfahrenen Spezialisten eingehend untersucht und mit dem Patienten besprochen werden.

Zum Langzeiterfolg kann aber auch der Patient wesentlich beitragen: Implantate erfordern – wie die natürlichen Zähne – eine gründliche und konsequente Mundhygiene. Und noch ein wichtiger Punkt: Rauchen erhöht das Risiko eines Misserfolgs. Raucher, die spätestens vor der Implantatbehandlung aufhören, vermindern ihr Risiko eines Verlustes der künstlichen Zahnwurzel.

 

Die Möglichkeiten der modernen Implantologie  

Die moderne Implantologie bietet optimale Lösungen für individuelle Zahnprobleme. Die Therapiemöglichkeiten reichen vom Ersatz eines einzelnen fehlenden Zahnes bis hin zur Versorgung eines zahnlosen Kiefers mit Implantaten. Auch Brücken und Prothesen können durch Implantate fest im Kiefer verankert werden.

Doch zunächst müssen Sie als Patient davon überzeugt sein, dass eine Implantation die beste Lösung für Sie ist. Als Spezialist der Implantologie berät Sie Ihr Zahnarzt umfassend über die Voraussetzungen, Chancen und Risiken der Behandlung. Er nimmt sich viel Zeit für Ihre Fragen, bevor Sie sich gemeinsam für eine nähere Untersuchung entscheiden. Neben dem Zustand der Mundhöhle ganz allgemein, der Zähne und des Zahnfleisches spielt dabei die Knochenstruktur eine wichtige Rolle. Ist genügend Knochen zur Verankerung der Implantate vorhanden oder müssen besondere Methoden zur Verbesserung des Knochens angewandt werden?

Erst auf der Grundlage dieser eingehenden Untersuchung und Diagnose können konkrete Behandlungsschritte geplant und besprochen werden. Ihr Zahnarzt erstellt einen Heil- und Kostenplan, aus dem alle vorgesehenen Maßnahmen und die zu erwartenden Kosten ersichtlich sind. Wenn Sie sich entschieden haben, kann die Behandlung beginnen. Apropos Kosten: Eine Implantatbehandlung ist aufwändig und deshalb auch nicht billig. Doch das sollte Ihnen ein ästhetisch und medizinisch optimaler Zahnersatz auch wert sein. Langfristig betrachtet, das zeigen neuere Untersuchungen, kann die Implantation sogar kostengünstiger sein als herkömmliche Methoden, die unter Umständen viele zusätzliche Behandlungen erfordern.

 

Kürzere Behandlungszeiten  

Der Patient wünscht sich einen optimalen Zahnersatz und möglichst wenige Behandlungstermine beim Zahnarzt. Diesem verständlichen Wunsch kommt die moderne Implantologie entgegen. Der Trend geht in speziellen Fällen in Richtung einer Verkürzung der Behandlungszeit.

Unter bestimmten Voraussetzungen kann das Implantat sofort nach der Entfernung des Zahnes gesetzt werden („Sofortimplantation“). Falls die künstlichen Zahnwurzeln über eine gewisse Stabilität im Knochen verfügen, ist auch eine sofortige Befestigung und Belastung des im Labor gefertigten Zahnersatzes auf den Implantaten möglich („Sofortbelastung“). Im Idealfall verlässt der Patient die Praxis also bereits am Tag der Implantation mit einem fest sitzenden Zahnersatz. Das ist auch aus medizinischen Gründen sinnvoll: Je früher das Implantat die natürlichen Funktionen einer Zahnwurzel übernimmt, umso besser für die Knochenstruktur.

Diese Methoden können aber nur von einem erfahrenen Implantologen unter strenger Beachtung der medizinischen Kriterien („Indikationen“) angewandt werden. Wenn diese Voraussetzungen fehlen, muss nach dem Ziehen des Zahnes mehrere Wochen mit der Implantation gewartet werden. Nach der sich anschließenden Einheilzeit der künstlichen Wurzel, die zwischen ca. 2 und 3 Monaten im Unterkiefer bzw. ca. 3 und 6 Monaten im Oberkiefer liegt, können die Implantate mit dem endgültigen Zahnersatz versorgt werden. In vielen Fällen ist also eine gewisse Geduld notwendig, doch das kommt den langfristigen Erfolgschancen der Behandlung zugute.

Diagnose und Therapieplanung bei Implantationen sind recht aufwändig, stellen jedoch entscheidende Erfolgsfaktoren dar. Der chirurgische Eingriff selbst wird in der Regel ambulant unter örtlicher Betäubung vorgenommen. Die eigentliche Behandlung verläuft also schmerzfrei und wird vom Patienten als so ähnlich wie das Ziehen eines Zahnes empfunden. Die Implantation einer Einzelzahnlücke, also die Bohrung im Kieferknochen und das Einfügen des Implantates in den Knochen mit anschließendem Nahtverschluss, ist für den Spezialisten ein Routineeingriff. Gefühlsbeieinträchtigungen und Schwellungen an der Wange oder den Lippen können auftreten, klingen aber meist nach 1–2 Tagen wieder ab.

 

 

Das Wichtigste in Kürze

Was ist ein Zahnimplantat?
Ein Implantat ist eine künstliche Zahnwurzel, die einer Schraube ähnlich ist. Sie wird in den Kieferknochen eingepflanzt, wenn der eigene Zahn mitsamt seiner Wurzel verloren gegangen ist. Das Implantat und der dazugehörige Pfosten bestehen in der Regel aus Titan, einem Metall, das sich durch sehr gute Körperverträglichkeit und lange Haltbarkeit auszeichnet.
Wie lange halten Implantate?
Implantate sind sehr dauerhaft – sie können ein Leben lang halten. Neben dem Allgemeinzustand des Patienten sowie der Qualität und Quantität des Kieferknochens spielt die Mundhygiene eine wichtige Rolle. Die Langzeit- Erfolgsrate liegt bei über 90 Prozent nach 10 Jahren.
 
Welche Anwendungsbereiche gibt es?
Um Zahnlücken zu schließen, gibt es verschiedene Möglichkeiten des Zahnersatzes: eine feste Brücke, eine herausnehmbare Prothese oder Implantate. Auch eine Kombination dieser Methoden ist möglich. So können Implantate zur Befestigung von Brücken oder zur Stabilisierung von Prothesen beitragen. Im Einzelnen können folgende Situationen unterschieden werden: 

 

Wann soll die Implantation erfolgen?
Es sollte möglichst früh implantiert werden. Am besten heilen Implantate ein, die spätestens 8–10 Wochen nach der Entfernung eines Zahnes eingesetzt werden. Bedenken Sie, dass in den ersten 2–4 Jahren ohne Belastung 40–60 Prozent des Kiefers verloren gehen. Und der spätere Wiederaufbau ist aufwändig und teuer.
 
Wie viele Implantate sind sinnvoll?
Implantate sollen ebenso wie natürliche Zahnwurzeln die Kräfte, die beim Kauen entstehen, auf den Kieferknochen übertragen. Je mehr fehlende Zähne durch Implantate ersetzt werden können, umso besser für die Kaufunktion und den Knochen – deshalb sollte nicht an der falschen Stelle gespart werden!
Kann auch dann implantiert werden, wenn zu wenig Knochen vorhanden ist?
Nicht immer hat der Kieferknochen ein ausreichendes Volumen, um dem Implantat einen festen Halt zu bieten. Ursachen sind Zahnverlust, Knochenschwund oder eine zu geringe Höhe des Kiefers. In vielen Fällen kann Knochen aufgebaut werden, entweder mit körpereigenem oder synthetischem Material, das sich in Knochen umwandelt.
 
Welches Risiko gehe ich ein?
Eine Implantation ist ein operativer Eingriff, der dem Aufwand einer operativen Zahnentfernung entspricht. In bestimmten Fällen bestehen individuell besondere Risiken, die vor der Implantation erörtert oder minimiert werden müssen. Sollte ein Implantat verloren gehen, kann es in den meisten Fällen durch ein neues ersetzt werden.
Was müssen die Patienten beachten?
Perfekte Mundhygiene ist die wichtigste Voraussetzung für eine auch langfristig erfolgreiche Implantation. Besonders der Übergang zwischen Implantat und Zahnfleisch muss frei von bakteriellen Belägen bleiben. Dazu sind oft spezielle Reinigungstechniken nötig (Zahnseide, Zahnzwischenraumbürstchen). Außerdem ist eine regelmäßige professionelle Hygienebetreuung durch den Zahnarzt bzw. die Zahnmedizinische Fachhelferin unerlässlich.
 
Wie finde ich einen Spezialisten der Implantologie?
Der DGZI gehören bundesweit rund 316 Spezialisten der Implantologie an. Sie verfügen über eine mehrjährige Erfahrung, haben eine hohe Anzahl von Implantaten gesetzt und die Qualitätsprüfung der DGZI (die sogenannte Spezialistenprüfung) bestanden – übrigens die einzige Prüfung ihrer Art in Deutschland. Die Liste ist auf dieser Website bequem abrufbar, aber auch bei der DGZI ebenso wie die neue Patientenbroschüre kostenlos erhältlich.

 

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